Ford spürt Handelsstreit

Ford spürt Handelsstreit

Als erster amerikanischer Autohersteller bekommt gerade Ford die Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China zu spüren, die Zollabwicklung der importierten Fahrzeuge in den chinesischen Häfen ist zur Zeit stark verzögert. China lässt damit die Muskeln spielen und zeigt durch erhöhte Zollkontrollen erste Beschränkungen bei der Einfuhr von Importfahrzeugen für die US Autoindustrie. Davon nicht betroffen sind in China gefertigte Ford Modelle.

Auch in anderen Bereichen hat China die Zollkontrollen für amerikanischen Produkte bereits massiv erhöht, so kam es in den letzten Tagen auch zu verzögerten Kontrollen bei der Einfuhr von amerikanischen Schweinefleisch, Äpfeln und Holzprodukten. Betroffen seien von diesen Verzögerungen laut Auskunft von Insidern bereits auch Fahrzeuge von deutschen Herstellern, die in den USA produziert werden. So wurden in der chinesischen Presse in diesem Zusammenhang auch die Namen von BMW und Mercedes und deren Fahrzeugen aus amerikanischer Produktion genannt.

Bei Ford war insbesondere die Marke Lincoln von den Einschränkungen betroffen, da Fahrzeuge der Ford Marke Lincoln bisher zu 100% aus den USA nach China importiert werden. Lincoln hatte im Jahr 2017 rund 55.000 Fahrzeuge in China verkauft, die sämtlich aus amerikanischer Produktion stammten. Der andere große amerikanische Autobauer GM ist dagegen wenig von solchen Einschränkungen betroffen, da GM fast 100% seiner in China verkauften Fahrzeuge bereits in China produzieren lässt. Auf Presse Nachfrage erklärte GM China, dass für das Jahr 2018 bei GM Importe in einer Stückzahl von weit unter 1000 Fahrzeugen nach China geplant wären und diese deshalb nicht oder nur unerheblich von Einschränkungen bei der Einfuhr betroffen sein werden.