China Pläne von Tesla wackeln

China Pläne von Tesla wackeln

Nachdem Elon Musk im Oktober letzten Jahres verkündet hatte, dass Tesla in China eine eigene Produktionsstätte bauen wird, scheinen diese Pläne nun zu wackeln. Nach Information aus der chinesischen Presse konnte sich Tesla bisher nicht über die Eigentümerstruktur einer künftigen Produktionsstätte einigen. Dies scheint trotzt intensiver Verhandlungen mit der Stadtregierung in Shanghai in erster Linie daran zu scheitern, dass wie in China üblich auch Tesla dazu aufgefordert wurde für eine Produktion ein entsprechendes Joint Venture mit einem chinesischen Autohersteller zu schließen.

Nach den Regeln der Zentralregierung ist für den Bereich der Autoproduktion ein Joint Venture mit einem chinesischen Autohersteller verpflichtend. Zudem ist in einem solchen Joint Venture die Anteilsverteilung mit maximal 50% maximal paritätisch zu regeln. Dies ist wohl der Grund für die stockenden Verhandlungen, denn nach Insiderinformationen war der Tesla Gründer Elon Musk bisher davon ausgegangen, für eine Tesla Produktionsstätte in China entweder die Mehrheit halten zu können bzw. im Gegensatz zu anderen großen internationalen Herstellern wie Mercedes Benz oder Volkswagen eine Produktionsstätte auch ohne Joint Venture mit einem chinesischen Autohersteller betreiben zu könnnen. So jedenfalls lasen sich die Ankündigungen von Tesla im letzten Oktober.

Tesla verkauft bereits seit einiger Zeit Fahrzeuge in China, doch durch die Situation diese importieren zu müssen, schnellt der Verkaufspreis zum Beispiel für einen Tesla Modell X dann auch für normale chinesische Verhältnisse in atemberaubende Höhen. Für die Einfuhr von Fahrzeugen erhebt der chinesische Staat eine Einfuhrsteuer in Höhe von 25%, die dann Tesla Kunden in China zum Fahrzeugpreis sozusagen noch "on top" kommen. Damit sind die Marktchancen, vorallem auch durch aufstrebende Konkurrenten wie NIO oder Byton, doch erheblich beschränkt.